Von der Glühlampe zum LED

Lukas Lichtland. Das Mitmachlabor

Eine Ausstellung für Kinder von 7 bis 13 Jahren im Museum für Kommunikation Berlin

Auf vielen Wunschzetteln steht sicher auch in diesem Jahr wieder ein Elektronik-Experimentierkasten. Denn Kinder im Grundschulalter sind wissbegierig und wollen herausfinden, wie beispielsweise ein Elektro-Motor oder ein Bewegungsschalter funktioniert oder auch wie man mit Strom LED- und Glühlämpchen zum Leuchten bringt. Genau auf diese kindliche Neugier und Experimentierfreude hat es die pädagogische Sonderausstellung „Lukas Lichtland. Das Mitmachlabor“ im Museum für Kommunikation Berlin abgesehen.
Seit 2007 geht auf Initiative vom Bundesministerium für Bildung und Forschung eine kleine, windschiefe Forscherhütte von Luka dem Glühwürmchen auf Reisen in Museen. Zielgruppe sind vor allem Grundschulklassen, die in einem rund zweistündigen Programm das Mitmachlabor als außerschulischen Lernort besuchen können. Die alte Gartenhütte von Luka, dem „besonderen“ Glühwürmchen, steht noch bis März im Berliner Kommunikationsmuseum. Luka, der in der Larvenschule alles über Licht gelernt hat, will sein Wissen an Kinder im Alter von sieben bis dreizehn Jahren weitergeben. Die jungen Besucher erhalten an einem großen Experimentiertisch und kleineren Versuchsstationen unter fachkundiger Anleitung praktische Einblicke in die Welt der Erzeugung von Licht. Dabei sollen sie spielerisch herausfinden, welche Form hierfür die energiesparendste, also effizienteste ist.
Am Beginn steht eine kurze Zeitreise durch die Entwicklung der Lichterzeugung, anfangs noch mittels Feuer dann durch Strom erzeugtes Licht zunächst mit Glühlampen und danach mit Energiesparlampen bis hin zu Leuchtdioden, kurz LEDs. Noch in der Entwicklung befindet sich das sogenannte Plastiklicht, das mittels dünner Leuchtfolien erzeugt wird und bereits in Smartphone-Bildschirmen zum Einsatz kommt.
Obwohl man den recht einfach gestalteten Experimentierstationen die häufige Nutzung anmerkt und manche Schaubilder verblichen wirken, erfüllen sie ihren informativen Zweck, ohne die Kinder zu überfordern. Eine leuchtende Sitzgruppe mit Tisch aus schlichten lichtdurchlässigen Plastikkuben demonstriert anschaulich, wie bei LED-Lampen durch Mischung der Farben Rot, Grün und Blau weißes Licht entsteht. Die Laborbesucher erfahren somit spielerisch etwas über Funktionsweise und Unterschiede der verschiedenen Leuchtmittel sowie die Zusammenhänge zwischen Energiegewinnung, Lichterzeugung und Energieverbrauch.
Im Zentrum des experimentellen Teils stehen dann auch die kleinen Leuchtdioden als „Licht der Zukunft“. Sie haben inzwischen die gute alte Glühbirne ersetzt und machen auch die mit giftigem Quecksilbergas gefüllten Energiesparlampen überflüssig. LEDs sind besonders hell und halten lange, man findet sie inzwischen überall, etwa in Taschenlampen, Fahrradlichtern, Ampeln, Autoscheinwerfern oder Flachbildschirmen. Mit Taschenlampe, Lupe und Würfelzucker können die Laborbesucher dann den physikalischen Phänomenen rund um die LED-Leuchte in verschiedenen Experimenten nachspüren.

Bis 24. März 2013, Museum für Kommunikation Berlin, Leipziger Straße 16, 10117 Berlin-Mitte, Öffnungszeiten Dienstag bis Freitag 9.30–13 Uhr, Samstag, Sonn- und Feiertag 10.30–17.30 Uhr, Anmeldung von Gruppen unter (030) 202 94 205, www.mfk-berlin.de

http://www.photonikforschung.de (kostenloses Download für Begleitheft mit Anleitungen zu Experimenten)

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